FAQ - Fragen und Antworten

Sind Eure Supermagnete wirklich "Die stärksten Magnete der Welt"?

Die Neodym-Magnete, die wir verkaufen, sind tatsächlich die zur Zeit stärksten im Handel erhältlichen Permanentmagnete.
Spricht man von "Magnetstärke", so meint dieser Begriff zwei Dinge:
1. Die Anziehungskraft oder die Magnetfeldstärke
2. Die Widerstandskraft gegen die Zerstörung der Magnetisierung

1. Anziehungskraft

Eine Definition von "Stärke" liefert unser FAQ "Was bedeutet die Angabe N40, N42, N45 usw. ?" :
Wenn wir umgangssprachlich von der "Stärke" eines Magneten reden, meinen wir meist entweder die Haftkraft bei direktem Kontakt mit einer Metallplatte oder die Anziehungskraft auf ein Stück Eisen (oder einen anderen Magneten) in einer gewissen Entfernung.

2. Widerstand gegen den Verlust der Magnetisierung

Es gibt Permanentmagnete, die fast ebenso starke Anziehungskräfte haben können wie unsere Supermagnete aus Neodym. Das sind die so genannten AlNiCo-Magnete (einige davon haben wir im Sortiment). Sie haben aber einen entscheidenden Nachteil gegenüber den Supermagneten:
Ein starkes externes Magnetfeld, z.B. ein grosser Neodym-Supermagnet, kann die Magnetisierung eines AlNiCo-Magneten schwächen, ganz auslöschen oder sogar den Nord- und den Südpol vertauschen. Der Supermagnet ist viel widerstandsfähiger gegen ein "Störfeld" als ein AlNiCo-Magnet. In der Fachsprache sagt man: Der Supermagnet hat ein viel höheres Koerzitivfeld.

Magnetstärke und das maximale Energieprodukt (BH)max

Die Eigenschaften "Anziehungskraft" und "Widerstandskraft" werden üblicherweise in der physikalischen Grösse "maximales Energieprodukt" (BH)max (siehe Physikalische Magnet-Daten) vereinigt.
Der Grad 52 entspricht beim heutigen Stand der Technik annähernd dem grösstmöglichen maximalen Energieprodukt eines Permanentmagneten:
(BH)max
  • heute erreichtes Maximum für alle Permanentmagnete: ca. 59 MGOe (gesintertes NdFeB)
  • geschätzte technische Grenze
    • für Neodymmagnete: 500 kJ/m3 (63 MGOe)
    • für alle Permanentmagnete: ca. 720 kJ/m3 (90 MGOe)
  • geschätzte theoretische Grenze für alle Permanentmagnete: 960 kJ/m3 (120 MGOe)

Weitere wichtige Faktoren

Für die Stärke ist nicht allein das verwendete Magnetmaterial ausschlaggebend; genauso wichtig sind auch die folgenden Faktoren:
  • Volumen des Magneten
  • Form des Magneten
  • Proportionen des Magneten (z.B. das Verhältnis von Durchmesser zu Höhe bei einem Scheibenmagneten)
  • Kombination mit anderen Materialien, also z.B. ob der Magnet auf ein Stück Metall oder sogar in einem Metalltopf montiert wird oder aber "freistehend" ist.
(zitiert aus dem FAQ "Was bedeutet die Angabe N40, N42, N45 usw. ?")

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie bei den folgenden FAQs:

Physikalische Informationen zu diesem Thema finden Sie bei den folgenden Links:

 
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